
Was für ein Wochenende liegt hinter uns!
„Rhein in Flammen 2026“ hat einmal mehr gezeigt, welche Strahlkraft diese traditionsreiche Veranstaltung für Sankt Goar und für unsere gesamte Region besitzt. Tausende Besucherinnen und Besucher waren am Wochenende bei uns zu Gast und haben gemeinsam mit uns gefeiert. Und dies unter Rahmenbedingungen, die in diesem Jahr alles andere als selbstverständlich waren: Das extreme Niedrigwasser des Rheins hatte uns im Vorfeld vor große Herausforderungen gestellt. Am Ende waren lediglich drei kleinere Fahrgastschiffe und die Fähre Loreley VI auf dem Rhein dabei. Der traditionelle große Schiffskorso, den wir aus früheren Jahren kennen, war unter diesen Bedingungen schlicht nicht möglich.
Umso beeindruckender war das, was an Land passiert ist.
Viele Schifffahrtsunternehmen und Reiseveranstalter haben gemeinsam mit unserer Tourist-Information nach Alternativen gesucht. Statt ihre Reisen vollständig abzusagen, wurden zahlreiche Gäste von den Schiffen in Busse umgeleitet und auf diesem Weg nach Sankt Goar gebracht. So konnten sie unser Landprogramm erleben und einen schönen Tag bei „Rhein in Flammen“ verbringen. Für dieses Engagement und die große Flexibilität möchte ich mich ausdrücklich bedanken. Es zeigt, wie wichtig ein attraktives Landprogramm für die Zukunft von „Rhein in Flammen“ ist.
Tausende Gäste – und eine volle Stadt
Schon tagsüber war Sankt Goar voller Menschen. Unsere drei Veranstaltungsbereiche mit ihrem vielfältigen Musikprogramm waren gut besucht, und insbesondere unsere Vereine und Gewerbetreibenden konnten sich über zahlreiche Gäste und gute Umsätze freuen.
Das freut mich ganz besonders. Denn „Rhein in Flammen“ ist eben nicht nur ein touristischer Leuchtturm. Eine solche Veranstaltung soll auch bei denjenigen ankommen, die mit viel ehrenamtlichem Engagement das gesellschaftliche Leben unserer Stadt tragen. Jeder Euro, den unsere Vereine an einem solchen Wochenende erwirtschaften, hilft ihnen bei ihrer Arbeit während des gesamten Jahres.
Sehr schön war auch der rege Austausch zwischen beiden Rheinseiten. Den ganzen Tag über waren Menschen zwischen den Landprogrammen in Sankt Goar und Sankt Goarshausen unterwegs. So wurde wieder einmal deutlich, dass „Rhein in Flammen“ ein gemeinsames Erlebnis beider Schwesterstädte und des gesamten Mittelrheintals ist.
45 Minuten Rhein in Flammen
Am Samstagabend folgte dann der Moment, auf den alle gewartet hatten.
Wegen der weiterhin bestehenden Waldbrandgefahr musste auch beim Feuerwerk umgeplant werden. Ein Abschuss von den gewohnten Stellen an Land war nicht möglich. Das knapp 45-minütige Feuerwerk wurde deshalb von einer Fähre in der Mitte des Rheins gezündet. Dies hat seiner Wirkung keinen Abbruch getan. Ganz im Gegenteil: Vor unserer einzigartigen Kulisse mit Rhein, Burgen und den steilen Hängen des Mittelrheintals hat das Feuerwerk die vielen tausend Menschen am Ufer einmal mehr in seinen Bann gezogen.
Ein großes friedliches Fest
Bei aller Freude über die vielen Besucherinnen und Besucher ist mir ein Punkt besonders wichtig: Die Veranstaltung ist weitgehend ruhig und friedlich verlaufen. Bei mehreren Tausend Menschen in unserer vergleichsweise kleinen Stadt ist das keineswegs selbstverständlich. Für mich ist das auch eine Bestätigung dafür, dass unser Sicherheitskonzept funktioniert hat und dass sich die intensive Vorbereitung der vergangenen Wochen und Monate ausgezahlt hat.
Und damit komme ich zu dem, was mir nach diesem Wochenende besonders am Herzen liegt:
Danke!
Eine Veranstaltung dieser Größenordnung funktioniert nicht von alleine. Was die Besucherinnen und Besucher am Ende als schönes Fest erleben, bedeutet für viele andere Menschen Wochen und Monate der Vorbereitung und am Veranstaltungswochenende selbst viele Stunden Arbeit.
Mein besonderer Dank gilt deshalb unseren ehrenamtlichen Feuerwehrkameradinnen und Feuerwehrkameraden aus Sankt Goar und den Feuerwehren aus dem Umland, die uns unterstützt und für die Sicherheit der Veranstaltung gesorgt haben.
Ebenso herzlich danke ich den vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern der DLRG und des Deutschen Roten Kreuzes. Ihr seid da, wenn andere feiern – und ohne diese Bereitschaft könnten wir Veranstaltungen dieser Größenordnung nicht durchführen.
Mein Dank gilt genauso den hauptamtlichen Einsatzkräften, den Sicherheits- und Ordnungskräften, unserem Pyrotechniker und seinem Team, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadt und der Verwaltung, unserem Bauhof, unserer Tourist-Information und allen weiteren Menschen, die vor, während und nach dem Fest im Einsatz waren.
Und natürlich danke ich unseren Vereinen, Gewerbetreibenden, Gastronominnen und Gastronomen sowie allen Musikerinnen und Musikern. Ihr habt dafür gesorgt, dass unsere Gäste nicht nur wegen des Feuerwerks nach Sankt Goar gekommen sind, sondern gerne den ganzen Tag bei uns verbracht haben.
Premiere bestanden: Unsere neue Festwiese
Eine ganz besondere Premiere hat dieses Rhein-in-Flammen-Wochenende ebenfalls gebracht. Zum ersten Mal konnten wir auf unserer neuen Festwiese auf dem Gelände der ehemaligen Panzerrampe feiern. Nach einer längeren Bauzeit als ursprünglich erwartet war die Fläche tatsächlich punktgenau zu „Rhein in Flammen“ fertig geworden.
Wo wenige Tage zuvor noch letzte Arbeiten durchgeführt wurden, standen nun Bühne, Musiker, Vereine und vor allem viele Besucherinnen und Besucher. Ich finde, eine bessere Einweihung hätte sich dieser Platz kaum wünschen können.
Die erste große Veranstaltung hat zugleich gezeigt, welches Potenzial diese Fläche für Sankt Goar besitzt. Sie ist nicht nur Festplatz, sondern soll dauerhaft ein attraktiver Aufenthaltsort am Rhein sein – und bei unseren Festen und Veranstaltungen unseren Vereinen und Gruppen gute Bedingungen bieten, um Gäste zu empfangen und gemeinsam zu feiern.
Und weiter geht’s am Rheinvorland
Nach „Rhein in Flammen“ ist deshalb nicht Schluss. In den kommenden Wochen wird bereits die nächste Baustelle eingerichtet. Denn dann folgt der letzte noch ausstehende Abschnitt unseres Rheinvorlandes: das Mittelstück zwischen der neuen Festwiese und dem Rheinbalkon.
Wenn die Arbeiten planmäßig verlaufen, wollen wir diesen Bereich bis „Rhein in Flammen 2027“ fertiggestellt haben. Dann wird das Rheinvorland vom Rheinbalkon bis zur neuen Festwiese noch einmal deutlich an Aufenthaltsqualität gewinnen und unseren Bürgerinnen und Bürgern ebenso wie unseren Gästen zusätzliche attraktive Flächen unmittelbar am Rhein bieten.
Noch einmal von Herzen: Danke an alle, die mitgeholfen, organisiert, musiziert, ausgeschenkt, gekocht, abgesichert, gerettet, gelöscht, aufgebaut, abgebaut und unsere Gäste willkommen geheißen haben.
Ohne Sie und Euch wäre „Rhein in Flammen“ in Sankt Goar nicht das, was es ist.
Ich freue mich schon heute darauf, wenn es 2027 wieder heißt: Rhein in Flammen in Sankt Goar!
Herzlichst
Ihr Falko Hönisch
Stadtbürgermeister Sankt Goar
Foto: © Björn Seis