Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

manchmal dauert es etwas länger als geplant – aber umso schöner ist es, wenn am Ende etwas Gutes entstanden ist. Und deshalb freue ich mich sehr, Ihnen in dieser Woche eine Nachricht geben zu können, auf die viele von uns lange gewartet haben:

Unsere neue Festwiese auf dem Gelände der ehemaligen Panzerrampe ist eröffnet!

In diesen Tagen wurde die letzte Beschichtung auf den Wegen zur Festwiese und an der Bühne aufgebracht. Damit steht der offiziellen Eröffnung nichts mehr im Wege. Und einen besseren Anlass für diese Premiere könnte es wohl kaum geben: Am Freitag, den 18. September, werde ich um 18 Uhr auf unserer neuen Festwiese „Rhein in Flammen 2026“ und auch unseren neuen Platz eröffnen.

Nach einer Bauzeit, die länger gedauert hat, als wir alle erwartet und uns gewünscht hatten, ist das tatsächlich eine Punktlandung. Pünktlich zu einem der größten und wichtigsten Feste unserer Stadt können wir diesen neuen Ort erstmals den Bürgerinnen und Bürgern sowie unseren Gästen aus nah und fern übergeben.

Aus einer Fläche wird ein Ort zum Verweilen

Besonders freue ich mich darüber, was aus den ursprünglichen Planungen geworden ist. Vorgesehen war zunächst im Wesentlichen eine freie Fläche – ohne Bäume, ohne natürlichen Sonnenschutz und mit entsprechend wenig Aufenthaltsqualität außerhalb von Veranstaltungen.

Wir haben uns bewusst für einen anderen Weg entschieden.

Entstanden ist eine grüne Festwiese, deren Rasenflächen und die erhaltenen Bäume für ein angenehmes Aufenthaltsklima sorgen. Die Bäume spenden Schatten, die Grünflächen schaffen Aufenthaltsqualität und die Gestaltung kommt mit deutlich weniger zusätzlicher Versiegelung aus. So ist ein Platz entstanden, der nicht nur an wenigen Veranstaltungstagen im Jahr funktioniert.

Denn die neue Festwiese soll eben nicht nur Festwiese sein. Sie soll auch außerhalb unserer Veranstaltungen ein Ort sein, an dem man sich gerne aufhält, den Rhein und unsere Stadt genießen, sich treffen oder einfach eine Weile im Schatten der Bäume verweilen kann.

Gleichzeitig haben wir bei der Gestaltung darauf geachtet, dass Vereine, Gruppen und Veranstalter künftig sehr gute Voraussetzungen vorfinden. Die notwendige Infrastruktur ist vorhanden, Veranstaltungen können vernünftig organisiert werden und unsere Vereine erhalten einen attraktiven Platz, an dem sie feiern, sich präsentieren und Gäste empfangen können.

Die Feuertaufe: Rhein in Flammen

Dass ausgerechnet „Rhein in Flammen“ die erste große Veranstaltung auf unserer neuen Festwiese sein wird, passt hervorragend.

Rhein in Flammen ist für Sankt Goar weit mehr als ein Feuerwerk. Es ist einer unserer touristischen Leuchttürme und ein Fest, das Menschen aus der gesamten Region und weit darüber hinaus zu uns bringt. Davon profitieren Gastronomie, Hotellerie und Gewerbe – und ganz besonders wichtig sind mir dabei unsere Vereine, die dieses Fest mit ihrem ehrenamtlichen Engagement überhaupt erst mit Leben füllen.

Gerade in diesem Jahr, in dem das Niedrigwasser des Rheins Auswirkungen auf den daher verringerten Schiffskorso hat und wir gleichzeitig mit besonders vielen Gästen an Land rechnen, zeigt sich, wie wichtig attraktive Veranstaltungs- und Aufenthaltsflächen in unserer Stadt sind.

Unsere Vereine und Gewerbetreibende vor Ort und weiter weg werden wieder ein vielfältiges Angebot an Speisen und Getränken bereithalten. Auf drei Bühnen sorgen Musikvereine aus Nah und Fern sowie weitere Musikgruppen und Bands für Unterhaltung und Feststimmung. Und mittendrin feiert unsere neue Festwiese ihre Premiere.

Und es geht direkt weiter

Mit der Fertigstellung der Festwiese ist die Entwicklung unseres Rheinvorlandes aber noch nicht beendet. Im Gegenteil: Direkt in der Woche nach Rhein in Flammen beginnt die Baustelleneinrichtung für den nächsten und letzten Abschnitt.

Dann geht es im übrigen Rheinvorland weiter. Zwischen unserer neuen Festwiese und dem Rheinbalkon werden weitere attraktive Flächen und Aufenthaltsräume entstehen. Unser Ziel ist klar: Zu Rhein in Flammen 2027 soll sich unseren Bürgerinnen und Bürgern und den Gästen unserer Stadt ein nochmals deutlich aufgewertetes Rheinvorland präsentieren.

Damit kommt zugleich ein Projekt zum Abschluss, das Sankt Goar über viele Jahre begleitet hat: Mit der Fertigstellung dieses letzten Abschnitts wird der sogenannte „Modellstadt“-Umbau endlich abgeschlossen sein.

Was über lange Zeit geplant, diskutiert und gebaut wurde, wird dann als Ganzes erlebbar sein. Stück für Stück entsteht am Rhein ein Bereich, der seiner besonderen Lage gerecht wird – als Aufenthaltsort für die Menschen, die hier leben, als Visitenkarte für unsere Gäste und als Veranstaltungsfläche für unsere Vereine und unsere Stadt.

Aber bevor die nächsten Bagger anrollen, wird gefeiert.

Ich lade Sie also herzlich ein, dabei zu sein, sich selbst ein Bild von dem neuen Platz zu machen: ein Ort für die Menschen in unserer Stadt.

Ich freue mich auf Sie!

Herzlichst
Ihr Falko Hönisch
Stadtbürgermeister Sankt Goar

Fotos: © Falko Hönisch