Die Stadt setzt auf Stabilität und Zukunftsinvestitionen. Der Rat der Stadt Sankt Goar hat in seiner jüngsten Sitzung den Haushaltsplan für das Jahr 2026 mit großer Mehrheit bei lediglich einer Gegenstimme beschlossen. Mit dem verabschiedeten Zahlenwerk setzt die Stadt ihren eingeschlagenen Kurs einer soliden Haushaltsführung und zukunftsgerichteten Entwicklung konsequent fort.

Der Haushaltsplan bildet nicht nur finanzielle Kennzahlen ab, sondern sichert in erster Linie die vielfältigen Aufgaben der kommunalen Daseinsvorsorge. Dazu zählen unter anderem der Betrieb der Grundschule, die Unterstützung der Kindertagesstätten, die Unterhaltung von Straßen, Grünanlagen, Spielplätzen und Friedhöfen sowie die Förderung von Vereinen, Jugendarbeit und kulturellen Angeboten. Auch Einrichtungen wie das Museum auf Burg Rheinfels sowie der geplante Aufbau eines Stadtarchivs werden weiterhin berücksichtigt.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt weiterhin auf der Förderung von Kindern, Jugendlichen und Familien. Durch eine langfristig angelegte Kooperation mit der Prinzessin Kira von Preußen Stiftung stehen hierfür dauerhaft Mittel zur Verfügung, die unabhängig von der allgemeinen Haushaltslage eingesetzt werden können. Damit ist eine verlässliche Unterstützung der Kinder- und Jugendarbeit in Sankt Goar auch in finanziell anspruchsvolleren Jahren gewährleistet.

Neben der Sicherung bestehender Strukturen setzt der Haushalt 2026 klare Impulse für die Weiterentwicklung der Stadt. In den vergangenen Jahren wurden bereits zahlreiche Projekte angestoßen, darunter die Entwicklung eines Camping- und Ferienresorts in Werlau, die Planung einer neuen Kindertagesstätte mit Dorfgemeinschaftsraum in Fellen sowie der Bürgerbeteiligungsprozess „Biebernheim Mitte & Dorfgemeinschaftshaus“. Auch Maßnahmen zur Aufwertung öffentlicher Räume, etwa im Bereich der Rheinanlagen und der Festwiese, wurden umgesetzt oder auf den Weg gebracht.

Für das Jahr 2026 sind darüber hinaus erhebliche Investitionen vorgesehen. Insgesamt sind Auszahlungen aus Investitionstätigkeit in Höhe von 4.872.400 Euro geplant, denen Einzahlungen von 1.980.170 Euro gegenüberstehen. Der verbleibende Finanzierungsbedarf wird durch den Einsatz vorhandener liquider Mittel sowie durch eine Kreditermächtigung gedeckt. Dies führt in den kommenden Jahren zu einem Anstieg des Schuldenstands, erfolgt jedoch gezielt zur Umsetzung notwendiger und zukunftsweisender Projekte.

Ein zentraler Fokus liegt dabei auf der Vorbereitung der Bundesgartenschau 2029 (BUGA29). Die Stadt Sankt Goar wird hierbei eine bedeutende Rolle einnehmen – nicht zuletzt durch die Ansiedlung der Geschäftsstelle der BUGA29 vor Ort. Die damit verbundenen Investitionen, unter anderem in die Weiterentwicklung der Burg Rheinfels, die Gestaltung des Rheinufers sowie die Aufwertung von Infrastruktur und öffentlichen Räumen, sollen die Stadt nachhaltig stärken und ihre Attraktivität für Bürgerinnen und Bürger, Gäste sowie die lokale Wirtschaft weiter erhöhen.

Der Ergebnishaushalt weist für das Jahr 2026 Erträge in Höhe von 6.079.740 Euro sowie Aufwendungen von 6.131.250 Euro aus. Daraus ergibt sich ein moderater Jahresfehlbetrag von 51.510 Euro. Gleichzeitig zeigt der Finanzhaushalt ein positives Bild: Der Saldo der ordentlichen Ein- und Auszahlungen beträgt 210.060 Euro, womit die dauernde Leistungsfähigkeit der Stadt gesichert ist. Die Stadt Sankt Goar bleibt somit finanziell handlungsfähig und kann ihre laufenden Verpflichtungen zuverlässig erfüllen.

Der beschlossene Haushalt macht deutlich, dass Sankt Goar trotz herausfordernder Rahmenbedingungen auf einem stabilen Fundament steht. Er verbindet die Sicherung bewährter Strukturen mit gezielten Investitionen in die Zukunft und schafft damit die Grundlage für eine weiterhin positive Entwicklung der Stadt.